ROSENGARTEN 1

TRUMP IM ROSENGARTEN

(ein “Rosenroman”1 in Fortsetzungen) 

Bild(© picture alliance / Xinhua News Agency | Hu Yousong) 

Am 2. April 2025 begab sich ein gewisser Präsident Trump in den Rosengarten des Weißen Hauses und erklärte der Welt einen Wirtschaftskrieg. 

Kein gutes Omen! Denn Rosengärten haben es so in sich, können unangenehme Orte sein. Und dabei denke ich nicht an den “Hortus Conclusus”, den lieblichen Rosenhag als Ort der Siesta für die Madonna. 

Nein, ich denke an die verfluchte Dornenhecke aus dem Märchen “Dornröschen”, in der sich die Unwürdigen verfangen. 

Wie lange wird es wohl dauern, bis einmal ein Prinz (es würde auch schon ein “Präsident” genügen) kommen wird, der das amerikanische Volk einst aus diesem toxischen Schlaf erwecken wird, ein Prinz, angetan mit der silberschimmernden Rüstung der Demokratie, gegürtet mit einem scharfen Schwert, das alle “alternativen Wahrheiten” und Fakes zerhackt, in seinen Händen wieder das Banner der Menschlichkeit? 

Dann wird sich endlich der “Gaulschreck” mit seiner Vogelscheuchenfrisur im Pseudo-”Rosennetz2 seiner Zölle letal verfangen haben, wie einst der alttestamentarische Absalon tödlich im Geäst einer Terebinthe (2 Sam, 18,9). 

(Siena: Dom, Furßboden). 


1 Der eigentliche Rosenroman (französisch Le Roman de la Rose) ist ein im 13. Jahrhundert verfasster Versroman. Er gilt als das erfolgreichste und einflussreichste Werk der mittelalterlichen französischen Literatur.   

2 Anspielung auf einen  grotesken, satirischen und unglaublich komischen Roman von Fritz von Herzmanovsky-Orlando. 

wird fortgesetzt!

Hinterlasse einen Kommentar