Ist die Scholastik älter als man glaubt?

Fragt sich «Pu, ein Bär von [angeblich] sehr geringem Verstand»!

Er weiß aber immerhin, dass die Scholastik die Denkweise und Methode der Beweisführung ist, die in der lateinischsprachigen Gelehrtenwelt des Mittelalters entwickelt wurde. Beim Aufzählen der Argumente, wurden häufig die Finger verwendet, wie dies in den Gemälden von zwei der berühmtesten Scholastikern bildlich dargestellt ist, und wie es beispielsweise Goethe in seinem „Faust“ karikiert hat, wenn er Mephisto einem Schüler raten lässt, er möge zuerst das Collegium Logicum besuchen:

„Der Philosoph, der tritt herein
Und beweist Euch, es müßt so sein:
Das Erst wär so, das Zweite so,
Und drum das Dritt und Vierte so;
Und wenn das Erst und Zweit nicht wär,
Das Dritt und Viert wär nimmermehr.“

Thomas von Aquin (postumes Gemälde von Joos van Wassenhove, auch Justus van Gent, um 1475)
Johannes Duns Scotus; Gemälde von Joos van Wassenhove, auch Justus van Gent, um 1475

Und nun kennt sich der arme Pu überhaupt nicht mehr aus, denn er hat folgendes Foto in der Hamburger Wochenzeitschrift „DIE ZEIT“ (Nr. 21 vom 8. Mai 2024; S. 80) gesehen und vermutet nun, dass der Dargestellte gemäß seiner Fingerhaltung auch ein Scholastiker sein muss. Dann wäre diese theologische Denkschule sehr viel früher anzusetzen, als bisher vermutet!

Ein Kapuzineraffe im Parque Municipal Summit, einem botanischen Garten und Wildtier-Reservat in Gamboa. Panama. Foto: Joel Sartore/Photo Ark

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