WELTTAG des BUCHES

Heute (23. April) ist der „Welttag des Buches“. Vielleicht ein guter Anlass, wieder einmal einen der Lieblings-“Schmöker“ aus dem Regal zu holen und sich von ein paar liebgewonnene Seiten verzaubern zu lassen!

Einer der Gründe, dieses Datum zu wählen, lag darin, dass man glaubte, dass der größte englische Barde, Shakespeare, und der wichtigste spanische Poet, Cervantes, an diesem Tag gestorben wären (wobei sich hier auch noch der bedeutende isländische Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness mit seinem Geburtstag – natürlich in einem viel späteren Jahr – einreihen würde).

Es wurde aber lange übersehen, dass der Brite und der Spanier zwar zum selben Datum, aber nicht am selben Tag das Zeitliche segneten. Denn zu dieser Zeit wurde in England noch mit dem julianischen Kalender gerechnet, während in Spanien schon der gregorianische galt! Somit starb Shakespeare zehn Tage später als der Autor des „Don Quijote“.

Wie gerne glauben wir doch wenigstens an so kleine mirakulöse „Zufälle“. Wieder einmal eine Entzauberung also? Wohl kaum! Das einzige oft so unbegreifliche Wunder liegt im Werk eines großen Künstlers. Jegliches Brimborium aus seiner Biografie, Zahlenspielereien, reale Schicksalsschläge, bedauernswerte Todesumstände (warum musste denn Ödön von Horvath in Paris von einem Baumast erschlagen werden) sind zwar nicht uninteressant, sollten aber weit hinter die künstlerische Produktion zurücktreten.

„5 minutes for books“ in Łódź (Foto: Ixtilto – CCBY-SA 3.0); Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Five_minutes_for_Books_2012?uselang=de#/media/File:5minut-dla-ksiazki-LODZ-2012.jpg

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