Die Schicksale von Menschen können manchmal gewissen Naturereignissen sehr stark ähneln. Da schmieden Leute ehrgeizige Pläne, womit sie bekanntlich Gott zum Lachen bringen. Manche strotzen vor Gesundheit, bis eine Magnetresonanz-Untersuchung etwa einen todbringenden Lungenkrebs ans Tageslicht bringt, der durch das bloße Röntgen nicht entdeckt werden konnte. Ein betrunkener Autofahrer rottet eine ganze Familie aus. Und der routinierte Bergsteiger wird nicht nur vom unvorhersehbaren Gewitter überrascht, sondern leider auch von einem Blitz getötet.
Wenn Goethe schrieb: „Seele des Menschen, wie gleichst du dem Wasser. Schicksal des Menschen, wie gleichst du dem Wind“, dann möchte man gerne ergänzen: „Leben des Menschen, wie gleichst du dem Spiel der Natur, ihrer Gewalt, ihrer Unberechenbarkeit, aber, gottseidank, in raren Glücksmomenten auch der majestätischen Schönheit dieser Welt.
Auf diese Gedanken hat mich heute (23.4.) ein Blick durchs Wohnimmerfenster gebracht.

Dieses Bild zeigt die Felsenbirne in unserem Garten im weißen Blütenschnee am heurigen 7. April – sehr früh wegen der vorsommerlichen Hitzewelle. Und was sehe ich heute, 16 Tage [!] später?

Es ist derselbe Baum, nur haben sich die Blüten in Schneeflocken verwandelt.
Ja, so kann es gehen! Wie hat schon der Apostel Paulus richtig erkannt: „Darum, wer meint, er stehe, soll zusehen, dass er nicht falle“

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